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Energie und Klimaschutz

Bericht über
nichtfinanzielle Belange

Galenica setzt sich dafür ein, Energie möglichst effizient zu nutzen und die damit verbundenen Umweltauswirkungen und klimabezogenen Risiken gezielt zu reduzieren. Im Zentrum stehen dabei die strategischen Prioritäten «Efficiency» und «Sustainability», die gruppenweit Initiativen zur nachhaltigen Ressourcennutzung bündeln – mit dem klaren Ziel, den CO2-Ausstoss der gesamten Galenica Gruppe kontinuierlich zu senken.

graphic

GRI 3-3
Art. 964b Abs. 1 OR
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 4 OR

Energie ist für Galenica ein zentraler Faktor im täglichen Betrieb von Logistikzentren, Apotheken oder der IT-Infrastruktur. Die hohen Anforderungen an Qualität, die Einhaltung von Good Distribution Practices (GDP) sowie die «same day»-Distribution von Medikamenten in der ganzen Schweiz erfordern einen beträchtlichen Energieeinsatz. Der Energieverbrauch und die damit verbundenen Emissionen wirken sich direkt auf Umwelt und Gesellschaft aus. Gleichzeitig bringt der Klimawandel Risiken und Chancen für den Geschäftserfolg mit sich. Deshalb setzen wir uns dafür ein, die Energienutzung und die daraus entstehenden Treibhausgasemissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette so weit wie möglich zu senken.

Auswirkungen, Risiken & Chancen

Charakterisierung

Die Energienutzung und damit verbundene Treibhausgasemissionen sind der Haupttreiber des Klimawandels.

Negativ, tatsächlich Ganze Wertschöpfungskette

Durch die Senkung der Treibhausgasemissionen im eigenen Betrieb sowie in der Wertschöpfungskette kann Galenica dennoch zur Erfüllung der Klimaziele des Bundes beitragen.

Positiv, potenziell Ganze Wertschöpfungskette

Regulatorische Entwicklungen im Bereich von CO₂-Abgaben und verschärften Energieeffizienzvorgaben können zu steigenden Kosten im Zusammenhang mit Energieverbrauch und Emissionen führen.

Risiko, Eigener Betrieb

Steigende globale Temperaturen, extreme Wetterereignisse oder Ressourcenknappheit können beispielsweise zu Unterbrechungen der Versorgungskette oder zur Beeinträchtigung des Betriebs führen.

Risiko, ganze Wertschöpfungskette

Verbesserungen der Energieeffizienz des eigenen Betriebs und die Einführung erneuerbarer Energien können die Abhängigkeit von volatilen Energiemärkten verringern.

Chance Eigener Betrieb

GRI 3-3
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 5 OR

Unsere Zielsetzung

Im Einklang mit den nationalen Klimazielen der Schweiz haben wir uns verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen. Um dieses Ziel zu gewährleisten, haben wir wissenschaftsbasierte Zwischenziele (near-term targets gem. SBTi) gesetzt, die sich in der Validationsphase von SBTi befinden.

Ziel

Status

Zieljahr

Messparameter

 

2025

 

2024

Galenica verpflichtet sich, die absoluten Scope 1 + 2-Treibhausgasemissionen bis 2035 um 65% zu reduzieren gegenüber dem Basisjahr 2023

2035

tCO 2 e Reduzierung im Vergleich zum Basisjahr (markt-basiert)

 

–27%

 

–21%

Galenica verpflichtet sich, dass 72% ihrer Lieferantenvolumen, gemessen an den Emissionen der Kategorien 1 (eingekaufte Waren und Dienstleistungen) und 4 (vorgelagerter Transport & Vertrieb), bis 2030 wissenschaftlich fundierte Ziele haben werden

2030

% Lieferanten- verpflichtung

 

54%

 

n/a

↗ Realistisch
→ Teilweise verzögert/kritisch
↘ Kritisch
= Erreicht
× Nicht erreicht

GRI 3-3
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 2-3 OR

Unser Managementansatz

Der Transitionsplan – und somit das konsistente Management unseres Energieverbrauchs und der daraus entstehenden Emissionen – ist der Kern des Managements unserer mit dem Klimawandel zusammenhängenden Auswirkungen, Risiken und Chancen. So ist das Thema auch in verschiedenen Funktionen und Prozessen in der Gruppe verankert.

Transitionsplan

Die Galenica Gruppe verfolgt das Ziel, bis spätestens 2050 Netto-Null-Treibhausgasemissionen sicherzustellen. Zur Erreichung dieses Ziels wurden wissenschaftsbasierte Zwischenziele (SBTi) definiert, die aktuell in der Validierungsphase sind. Für Scope 1 und 2 ist eine Reduktion der absoluten Emissionen um 65% bis 2035 (Basisjahr 2023) vorgesehen. Im Bereich Scope 3 streben wir an, dass bis 2030 mindestens 72% unserer Emissionen der Kategorien 3.1 und 3.4 durch wissenschaftsbasierte CO2-Ziele unserer Lieferanten abgedeckt sind. Die Roadmap umfasst konkrete Meilensteine und Massnahmen, die jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst werden.

Zur Umsetzung des Transitionsplans setzen wir auf ein breites Bündel an Massnahmen:

  • Elektrifizierung und Transformation der Fahrzeugflotte und Optimierung der Liefertouren
  • Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden und Infrastruktur durch technische und bauliche Massnahmen
  • Bezug von 100% erneuerbarem Strom
  • Einführung und Weiterentwicklung eines gruppenweiten Supplier Engagement Programms zur Einbindung der Lieferanten in die Klimastrategie

Die Fortschritte der einzelnen Massnahmen werden jährlich anhand definierter KPIs (z.B. absolute Emissionsreduktion, Anteil erneuerbarer Energien, Anzahl Lieferanten mit wissenschaftsbasierten CO2-Zielen) gemessen und im Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht.

Die Verantwortung für die Umsetzung und Steuerung des Transitionsplans liegt bei der Geschäftsleitung der Galenica Gruppe. Die operative Umsetzung erfolgt durch die jeweiligen Gesellschaften und Standorte, wobei insbesondere die energieintensiven Standorte – Alloga in Burgdorf, Galexis in Lausanne-Ecublens und Niederbipp sowie die Bichsel Gruppe in Interlaken – gemeinsam mit der Energieagentur der Wirtschaft (EnAW) und dem Bundesamt für Energie (BFE) verbindliche Absenkpfade für den Energieverbrauch definiert haben.

Die oben genannten Standorte haben 2025 Energiemassnahmen umgesetzt, die künftig wirksam sind, unter anderem:

  • Galexis Lausanne-Ecublens: 85'948 kWh/a und 152.6 tCO2/a
  • Galexis Niederbipp: 368'572 kWh/a und 97.1 tCO2/a
  • Alloga: 4'855 kWh/a und 0.047 tCO2/a

Der gesamte Absenkpfad, kumuliert bis 2034, sieht Einsparungen von 1'219 MWh und 0.801 tCO2 bei Alloga, 5’259 MWh und 967 tCO2 bei Galexis Niederbipp sowie 3'199 MWh und 1'895 tCO2 bei der Galexis in Lausanne-Ecublens vor.

Unterstützt wird die Zielerreichung durch gruppenweite Richtlinien und Steuerungsinstrumente, wie zum Beispiel ein Öko-Verhaltenskodex, der allen Mitarbeitenden konkrete Empfehlungen zum Energiesparen und zum schonenden Umgang mit natürlichen Ressourcen am Arbeitsplatz und beim Transport gibt.

Das Nachhaltigkeitskomitee überwacht als zentrales Steuerungsgremium die Fortschritte und stellt die Einhaltung der Zielvorgaben sicher. Die Integration klimabezogener Risiken und Chancen in das Gruppen-Risikomanagement gewährleistet zudem eine ganzheitliche Steuerung und kontinuierliche Weiterentwicklung des Transitionsplans (siehe Klimabericht).

Nachhaltigkeit in der Fahrzeugflotte

Grösster Emissionstreiber unserer Scope 1 und 2 Emissionen ist die Fahrzeugflotte. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, den Einsatz erneuerbarer Energien in der Distributionslogistik zu fördern und dies in unserer Distributionsstrategie verankert. Erste Priorität ist der Einsatz von Lieferfahrzeugen mit alternativen Antrieben (Biogas, elektrisch). Ist dies nicht möglich, sind wir bestrebt, die Energieeffizienz durch Einsatz von Fahrzeugen mit hoher Energieklassen zu steigern. Ebenso nehmen die Chauffeure regelmässig an Fahrtrainings teil, in denen sie für ein umweltbewusstes Fahren sensibilisiert werden. Diese Prinzipien gelten auch für die Logistikdienstleister, was einen positiven Effekt auf die Scope 3 Emissionen hat.

Bei der Umstellung auf alternative Antriebe haben wir im Jahr 2025 ein weiteres E-Lieferfahrzeug mit GDP-Standard und entsprechender Ladeinfrastruktur im Galexis Verteilzentrum in Lausanne-Ecublens eingeführt. Ende 2025 waren somit zwei Fahrzeuge mit Biogas und ein elektrisch betriebenes GDP-Lieferfahrzeuge im Einsatz – bei einer Gesamtflotte von 168 GDP-Fahrzeugen. Die Umstellung der Fahrzeugflotte auf alternative Antriebe bringt einige Herausforderungen mit sich: Die geringe Reichweite und die langen Ladezyklen von Fahrzeugen und Laderaumkühlaggregate führen verglichen mit der Nutzungsdauer nur zu einer Effizienz von etwa 50%. Die höheren Beschaffungskosten hemmen zudem den schnellen unternehmensweiten Roll-out einer GDP-Flotte auch aus wirtschaftlicher Sicht.

Um die Energieeffizienz mit den klassisch angetriebenen Fahrzeugen zu steigern, begrenzt unser Joint-Venture-Partner Health Supply deren Maximalgeschwindigeit. Im LKW-Lieferverkehr setzen unsere Partnerunternehmen der Bereiche Pre-Wholesale und Wholesale zunehmend Nutzfahrzeuge der höchsten Abgasnorm (aktuell Euro VI) ein und die Liefertouren werden kontinuierlich im Hinblick auf Effizienz (Vermeidung Leerfahrten etc.) optimiert, um die Serviceleistung bei den Kunden möglichst nachhaltig zu gestalten. So konnten auch im Jahr 2025, u.a. bei Galexis, wiederum bei wachsendem Transportvolumen, weit über 100’000 km eingespart werden.

Weiter unterstützt Galenica Initiativen zur Nachhaltigkeit für Logistikunternehmen im Rahmen von Verbänden (z.B. GS1) sowie in Zusammenarbeit mit Behörden und anderen öffentlichen Einrichtungen (z.B. Spitäler). Der Anteil der alternativ betriebenen persönlichen Dienstfahrzeuge wird laufend erhöht.

Der Energieverbrauch der Fahrzeuge ist im Vorjahresvergleich weiter rückläufig mit einem totalen Verbrauch von 14'054 MWh, was einer Abnahme von 6.1% im Vorjahresvergleich entspricht.

Steigerung der Energieeffizienz im Fokus bei Umbauten

Zur Senkung unseres Wärmeverbrauchs prüfen wir fortlaufend Möglichkeiten, um die Energieeffizienz in unseren Gebäuden und Infrastrukturen zu steigern. Dabei setzen wir auf unterschiedliche technische und bauliche Massnahmen, die auf die jeweiligen Standortgegebenheiten abgestimmt sind.

Dazu zählen der Einsatz von Fernwärme, verbesserte Isolation, wie bei Alloga mit Wärmedämmung und optimierte Druckluftkompressoren, sowie energieeffiziente Bauweisen wie das Minergie-Eco-Konzept bei Lifestage Solutions. An mehreren Standorten kommen zudem Wärmepumpen zum Einsatz – beispielsweise nutzen Galexis in Niederbipp und Alloga in Burgdorf Grundwasser als Energiequelle. Ergänzend sorgt bei Galexis in Niederbipp eine moderne Mess- und Regeltechnik für eine präzise Steuerung und Optimierung des Energieeinsatzes. So konnten wir im Berichtsjahr, mit einem Verbrauch von 4'161 MWh, einen Stromeinkauf in der Grössenordnung von 400 MWh (Vorjahr: 4'567 MWh) einsparen, bei gleichbleibendem PV-Eigenbedarf von rund 1'650 MWh. Aufgrund eines Blitzeinschlages wurde die unterbrechungsfreie Stromversorgung für das Rechenzentrum beschädigt und musste durch das Notstromaggregat unterstützt werden (Verbrauch: 938 MWh).

Und bei Galexis in Lausanne-Ecublens konnten wir im Berichtsjahr durch die Umstellung auf Fernwärme den Wärmeverbrauch (total 474 MWh) um 59 MWh senken (Vorjahr 533 MWh). Die Fernwärme wird durch Holzpellets erzeugt und hat die Erdgasheizung ersetzt.

Dank diesen Massnahmen konnte der Wärmeverbrauch der Galenica Gruppe im Berichtsjahr weiter gesenkt werden: 2025 betrug der Wärmeverbrauch 5’781 MWh (2024: 5'973 MWh).

Die Wärmeversorgung unserer Apothekenstandorte lässt sich hingegen nur eingeschränkt beeinflussen, da diese grösstenteils in gemieteten Liegenschaften untergebracht sind und bauliche oder technische Anpassungen nicht direkt durch Galenica vorgenommen werden können. Folglich werden die daraus resultierenden Emissionen im Scope 3 bilanziert.

Maximierung des erneuerbaren Stromanteils

Elektrischer Strom ist der wichtigste Energieträger innerhalb der Galenica Gruppe und macht – ohne Wärmepumpen und Elektrofahrzeuge – rund 56% des gesamten Energieverbrauchs aus. Aufgrund seiner zentralen Rolle war es besonders wichtig, diesen Bereich frühzeitig zu dekarbonisieren. 2025 ist der Stromverbrauch von Galenica auf 24’499 MWh (Vorjahr: 23’341 MWh) gestiegen, was einem Anstieg von 5.0% entspricht. Einen Teil des Bedarfs decken unsere Gesellschaften mit unterschiedlichen erneuerbaren Energiequellen ab. An sechs Standorten können wir einen Teil des Stroms von Solaranlagen auf den Dächern der Gebäude beziehen. An den Standorten von Galexis und Bichsel sind diese PV-Anlagen im Eigenbesitz. Den selbstproduzierten Solarstrom (2025: 1'646 MWh) können wir nicht vollständig durch Eigenbedarf nutzen. Im Jahr 2025 haben wir daher 468 MWh Solarenergie ins Netz zurückgespiesen. Den Hauptteil unseres erneuerbaren Strombezugs macht Wasserkraft aus. Im Jahr 2025 kaufte Bichsel 100% Wasserkraft direkt vom Stromlieferanten. Für den Rest der Betriebs- und Verwaltungsstandorte kauft Galenica jährlich Herkunftsnachweise für zertifizierte Wasserkraft ein. Für das Jahr 2025 haben wir im Berichtsjahr bereits Herkunftsnachweise für 17'500 MWh erworben, was zusammen mit den direkten Bezügen der Gesellschaften in einem Anteil von 89% erneuerbaren Stroms am Gesamtverbrauch resultiert (zur Berechnung der marktbasierten Emissionen für das Berichtsjahr wurde diese Ausgangslage verwendet).

Im Jahr 2021 haben wir uns das Ziel gesetzt, bis 2025 im eigenen Betrieb ausschliesslich Strom aus erneuerbaren Quellen zu beziehen. Damit dieses Ziel erreicht wird, kaufen wir im ersten Quartal 2026 Herkunftsnachweise im Umfang des restlichen Strombezugs nach. Dieses Vorgehen führt dazu, dass der bezogene Strom jeweils zu 100% aus regenerativen Quellen wie Wasserkraft und Solarenergie stammt.

GRI 302-1, 302-2, 302-3, 302-4
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 5 OR

Gesamtenergieverbrauch

Der gesamte Energieverbrauch innerhalb der Galenica Gruppe hat im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr marginal zugenommen (44'334 MWh vs. 44'278 MWh in 2024), was allerdings nur einer Zunahme von 0.1% entspricht. Im Verhältnis zur Unternehmensgrösse konnte dieser sogar gesenkt werden: Die Energieintensität konnte um 6.6% verringert werden.

Aspekt

GRI-Angabe

Einheit

2025

2024 1)

2023 1) (Basisjahr)

Energieverbrauch innerhalb der Organisation

302-1

MWh

44'334

44'278

46'048

- Nicht erneuerbare Quellen

302-1

MWh

20'282

21'931

32'189

- Erneuerbare Quellen

302-1

MWh

24'051

22'347

13'859

- Stromverbrauch

302-1

MWh

24'499

23'341

23'557

- Wärmeverbrauch

302-1

MWh

5'781

5'973

7'661

- Energieverbrauch der Fahrzeuge

302-1

MWh

14'054

14'964

14'830

- Vollzeitstellen (FTE)

 

FTE

6'558

6'119

5'907

Energieintensität innerhalb der Organisation

302-3

MWh/FTE

6.76

7.24

7.80

Energieverbrauch ausserhalb der Organisation

302-2

MWh

26'055

28'013

25'105

- Vorgelagerter Transport und Verteilung (durch Dienstleister)

302-2

MWh

16'485

18'466

13'528

- gemietete Liegenschaften

302-2

MWh

9'569

9'547

11'578

2025 Daten extern geprüft (limited assurance)

1) Werte angepasst (Siehe Abschnitt Berechnungsgrundlagen)

GRI 305-1, 305-2, 305-4, 305-5
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 5 OR
Art. 3 KlimaVO

Senkung der betrieblichen Emissionen (Scope 1+2)

Im Berichtsjahr konnten die betrieblichen Emissionen (Scope 1+2) von 5’433 tCO2e auf 5'024 tCO2e gesenkt werden. Dies entspricht einer Abnahme von 7.5% im Vergleich zum Vorjahr bzw. 27.2% zum Basisjahr 2023. Hauptgründe für die Reduktion im Vorjahresvergleich sind geringere Kältemittelverluste sowie ein ökologischerer Strommix (markt-basierter Ansatz) mit geringeren Emissionsfaktoren.

Durch den Einsatz einer Holzpellet-Heizung im Provisorium des Hauptsitzes in Bern sind die biogenen Emissionen (out of scope) um rund 57.5% auf 394 tCO2e angestiegen.

Aspekt

GRI-Angabe

Einheit

2025

2024 1)

2023 1) (Basisjahr)

Direkte und indirekte THG-Emissionen (Scope 1+2)

 

tCO₂e

5'024

5'433

6'901

Scope 1: Brenn- und Treibstoffe

305-1

tCO₂e

4'854

5'150

5'865

Scope 2: Strom und Fernwärme (markt-basierter Ansatz)

305-2

tCO₂e

171

283

1'036

- Vollzeitstellen (FTE)

 

FTE

6'558

6'119

5'907

Intensität der THG-Emissionen (Scope 1+2)

305-4

tCO₂e/FTE

0.77

0.89

1.17

Scope 2: Strom und Fernwärme (standort-basierter Ansatz)

305-2

tCO₂e

1'459

2'240

2'188

2025 Daten extern geprüft (limited assurance)

1) Werte angepasst (Siehe Abschnitt Berechnungsgrundlagen)

GRI 305-3, 305-4, 305-5
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 5 OR
Art. 3 KlimaVO

Scope 3 - Emissionen

Im Jahr 2024 haben wir im Rahmen unserer Nachhaltigkeitsstrategie erstmals ein umfassendes Scope-3-Screening durchgeführt, um die indirekten Treibhausgasemissionen der Gruppenprozesse und Warenflüsse systematisch zu erfassen. Grundlage dafür bildeten tatsächliche Verbrauchsdaten und aktivitätsbasierte Werte aus dem Jahr 2023, ergänzt durch Abschätzungen auf Basis von Standards und statistischen Daten. Anfang 2025 wurde das Scope-3-Screening mit dem Konsolidierungskreis der Finanzbuchhaltung harmonisiert und verfeinert. Damit konnte eine Abdeckung von ca. 98% der Scope-3-Emissionen erreicht werden.

Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Kategorie 1 «eingekaufte Güter und Dienstleistungen» den grössten Anteil an den vor- und nachgelagerten Emissionen ausmacht: Sie steht für 92% der gesamten Scope 3-Emissionen. Weitere relevante Kategorien sind Kapitalgüter (Kategorie 2), vorgelagerte Brennstoff- und energiebezogene Emissionen (Kategorie 3), vorgelagerter Transport und Distribution (Kategorie 4), Mitarbeitendenmobilität (Kategorie 7), gemietete Liegenschaften (Kategorie 8) und Investitionen in assoziierte Gesellschaften (Kategorie 15).

Da die Scope-3-Emissionen knapp 99% der gesamten Emissionen entlang der Wertschöpfungskette von Galenica ausmachen, ist ihre Reduktion von zentraler Bedeutung für die Klimaschutzstrategie der Gruppe.

Aspekt

GRI-Angabe

Einheit

2025

2024 1)

2023 1) (Basisjahr)

Scope 1+2: Direkte und indirekte THG-Emissionen

305-1

tCO₂e

5'024

5'433

6'901

Scope 3: sonstige THG- Emissionen

305-3

tCO₂e

396'400

378'700

374'000

Kategorie 1 - eingekaufte Güter & Dienstleistungen

305-3

tCO₂e

364'000

343'000

339'000

Kategorie 2 - Kapitalgüter

305-3

tCO₂e

14'000

18'000

19'000

Kategorie 3 - Brennstoff- und energiebezogene Emissionen

305-3

tCO₂e

1'300

1'300

2'000

Kategorie 4 - vorgelagerter Transport und Verteilung

305-3

tCO₂e

5'600

6'100

4'800

Kategorie 7 - Pendeln & Home-Office der Mitarbeitenden

305-3

tCO₂e

4'500

4'100

4'000

Kategorie 8 - gemietete Liegenschaften

305-3

tCO₂e

1'800

1'800

1'900

Kategorie 15 - Investitionen

305-3

tCO₂e

5'200

4'400

3'300

- Vollzeitstellen (FTE)

 

FTE

6'558

6'119

5'907

Intensität der THG-Emissionen (Scope 3)

305-4

tCO₂e/FTE

60.45

61.89

63.31

2025 Daten extern geprüft (limited assurance)

1) Werte angepasst (Siehe Abschnitt Berechnungsgrundlagen)

Scope 3 - Ziele & Roadmap

Basierend auf einem verfeinerten Scope-3-Screening hat Galenica ein strategisches Ziel – als zentraler Bestandteil unserer Klimastrategie - und eine Roadmap definiert. Das Ziel steht im Einklang mit den Anforderungen der Science Based Targets initiative (SBTi) und stellt das Lieferantenengagement ins Zentrum: Für die besonders emissionsrelevanten Kategorien 1 (eingekaufte Waren und Dienstleistungen) und 4 (vorgelagerter Transport und Distribution) haben wir uns zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 mindestens 72% unserer Emissionen der Kategorien 3.1 und 3.4 durch wissenschaftsbasierte CO2-Ziele unserer Dienstleister und Lieferanten abgedeckt sind.

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen zunächst geeignete Prozesse und Strukturen aufgebaut werden – ein Aspekt, der auch in unserer Roadmap abgebildet ist. Im Fokus steht dabei der Aufbau eines Supplier Engagement Programms, das ab 2026 die systematische Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten im Bereich Klimaschutz regeln soll. Ergänzend zum Lieferantenengagement streben wir an, die Berechnungsgrundlage der Scope-3-Emissionen zu verbessern, beispielsweise durch die schrittweise Integration Lieferanten-spezifischer Angaben.

Im Rahmen der Evaluierung eines Supplier Engagement Programms wurde im Sommer 2025 anhand der Verbrauchsdaten 2024 erstmals erhoben, wie hoch die aktuelle Abdeckung bereits ist. Gemäss dieser ersten Analyse verfügte im Sommer 2025 rund 54% des Lieferantenvolumens (gemessen an Kategorie 1 (eingekaufte Waren und Dienstleistungen) und 4 (vorgelagerter Transport und Distribution)) über wissenschaftsbasierte Klimaziele.

Scope 3 - Roadmap

2024

2025

2026

2027-2030

-Vollständiges Scope 3 -Screening

-Anpassung Scope 3-Screening -SBTi-Zielsetzung

-Aufbau Supplier Engagement Programm -Ausbau der Berechnung von Produktemissionen

-Umsetzung des Supplier Engagements -Verbesserung der Datenbasis: von Screening zu Inventar

Lieferantenkodex

Im Rahmen unseres Scope-3-Managements ist der bestehende Lieferantenkodex ein zentrales Instrument zur Reduktion indirekter Treibhausgasemissionen entlang der Wertschöpfungskette. Unsere Lieferpartner verpflichten sich, die Emissionen aus ihrer Tätigkeit so weit technisch und wirtschaftlich möglich zu begrenzen und ihr Umweltverhalten regelmässig auf Gesetzeskonformität zu überprüfen. Sie orientieren sich an den Zielen einer nachhaltigen Wertschöpfung und einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und halten alle relevanten regionalen, nationalen und internationalen Umweltvorschriften ein. Der Lieferantenkodex muss von allen Lieferpartnern unterzeichnet werden. Die Einhaltung der Vorgaben wird jährlich stichprobenartig überprüft (weitere Informationen finden sich im Kapitel Integrität in der Lieferkette)

Angepasstes Mobilitätskonzept ab 2026

Nebst den gesetzten Zielen für die Kategorien 1 und 4 hat Galenica bereits ein Konzept entwickelt, um die Emissionen der Kategorie 7 – der Mitarbeitendenmobilität – gezielt zu senken. Galenica fördert die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel und Elektromobilität durch finanzielle Beiträge an Pendelkosten sowie standortspezifische Mobilitätskonzepte, zum Beispiel am Hauptsitz in Bern oder bei Galexis in Lausanne-Ecublens. Dort wurden im Rahmen eines Umbaus die verfügbaren Parkplätze reduziert und Mitarbeitende aktiv zur Bildung von Fahrgemeinschaften und für das Nutzen von öffentlichen Verkehrsmitteln motiviert. Bereits 2022 wurde die gruppenweite Dienstfahrzeug-Policy zugunsten der e-Mobilität angepasst. Weiter werden ab 2026 keine neuen Dienstfahrzeuge mehr beschafft – mit Ausnahme für Mitarbeitende im Aussendienst. Um die Nutzung des öffentlichen Verkehrs weiter zu erhöhen, offeriert Galenica allen Mitarbeitenden ab 2026 ein Halbtax-Abonnement.

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