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Versorgungs- und Beschaffungssicherheit

Bericht über
nichtfinanzielle Belange

Lieferengpässe in der Versorgungskette von Arzneimitteln nehmen weltweit zu, auch in der Schweiz. Wir sind bestrebt, eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Arzneimittel sicherzustellen, um eine zuverlässige Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten. Um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Arzneimittel sicherzustellen, arbeiten wir eng mit Lieferanten zusammen. Ein IT-gestütztes Dispositionssystem unterstützt uns zudem dabei, die Beschaffungs- und Logistikprozesse zu optimieren.

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GRI 3-3
Art. 964b Abs. 1 OR
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 4 OR

Die weltweite Verfügbarkeit von Medikamenten stellt eine zunehmende Herausforderung dar – auch in der Schweiz. Die COVID-19-Pandemie hat deutlich gezeigt, wie Unterbrüche in globalen Lieferketten lokale Engpässe verschärfen können. Ursachen dafür sind unter anderem die stark zentralisierte Herstellung an wenigen Standorten sowie Qualitätsprobleme oder Ausfälle in der Wertschöpfungskette. Wir begegnen diesen Risiken mit einer laufenden Optimierung unserer Beschaffungs- und Logistikprozesse, um die Resilienz unserer Versorgungskette zu stärken und die zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln sicherzustellen.

Auswirkungen, Risiken & Chancen

Charakterisierung

Lieferengpässe oder -ausfälle oder Qualitätsprobleme in der Wertschöpfungskette können zu mangelnder Versorgung der Patientinnen und Patienten mit Arzneimitteln führen. Dies kann Folgen für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Schweizer Bevölkerung haben.

Negativ, potenziell Nachgelagerte Wertschöpfungskette

Ein zusätzlicher Beitrag zur Versorgungssicherheit ist die magistrale Herstellung in Apotheken, mit der individuell benötigte Arzneimittel rasch verfügbar gemacht werden können – insbesondere bei Lieferengpässen oder speziellen Patientenbedürfnissen.

Positiv, potenziell Eigener Betrieb & nachgelagerte Wertschöpfungskette

Störungen oder Unterbrechungen in der Lieferkette oder der Versorgung können Umsatzeinbussen für Galenica bedeuten.

Risiko Vorgelagerte Lieferkette

Lieferengpässe, -ausfälle oder Versorgungslücken können die Beziehungen zu den Partnern schwächen und sich zudem negativ auf den Ruf von Galenica auswirken.

Risiko Eigener Betrieb & nachgelagerte Lieferkette

GRI 3-3
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 5 OR

Unsere Zielsetzung

Die zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln ist für uns von höchster Priorität. Deshalb verpflichten wir uns, die Verfügbarkeit dieser Mittel auf einem möglichst hohen Niveau zu halten.

Ziel

Status

Zieljahr

Messparameter

 

2025

 

2024

Wir erreichen im Pharma-Bereich jährlich einen Service-Level von 99%.

x

Jährlich

Service-Level

 

98.6%

 

99.0%

↗ Realistisch
→ Teilweise verzögert/kritisch
↘ Kritisch
= Erreicht
× Nicht erreicht

GRI 3-3
Art. 964b Abs. 2 Ziff. 2-3 OR

Unser Managementansatz

Die Art und Weise, wie das Unternehmen mit seinen Lieferanten zusammenarbeitet, kann sich auf die Belastbarkeit der Lieferkette auswirken bzw. Lieferengpässe verursachen. Ursachen für die zunehmenden Versorgungsengpässe sind unter anderem eine zentralisierte Herstellung an wenigen Standorten in der Welt sowie Ausfälle oder Qualitätsprobleme in der Wertschöpfungskette. Als führende vollständig integrierte Gesundheitsdienstleisterin ist Galenica abhängig von der Lieferbereitschaft der Hersteller. Die Beschaffungssicherheit und die zuverlässige Versorgung der Bevölkerung mit Arzneimitteln werden somit immer wichtiger für Galenica. Die Herausforderung der COVID-19-Pandemie haben die Relevanz der Beschaffungs- und Versorgungssicherheit nochmals verstärkt. Eine zuverlässige Versorgung mit Arzneimitteln ist zentral für die Gesundheit und das Wohlbefinden der Schweizer Bevölkerung. Die Hauptverantwortung für dieses Thema liegt bei der Einkaufsorganisation von Galexis.

Dispositionssystem und Zusammenarbeit

Um eine möglichst hohe Verfügbarkeit der Arzneimittel sicherzustellen, arbeitet Galenica eng mit Lieferanten zusammen. Ein IT-gestütztes Dispositionssystem unterstützt Galenica dabei, die Beschaffungs- und Logistikprozesse zu optimieren. Zusätzlich findet monatlich ein Austausch statt zwischen Apotheken, Category Management, Logistik und Einkauf, um schnell auf sich ändernde Marktsituationen reagieren zu können.

Die Ende 2022 lancierte Initiative «Safety Stock» wurde auch im Jahr 2025 weitergeführt. Dabei handelt es sich um eine gemeinsame Lösung von Galexis und Sandoz, die Sicherheitsbestände von generischen Medikamenten der Sandoz für die Behandlung chronischer Krankheiten zu erhöhen, um so kurz- oder mittelfristige Lieferengpässe in der Schweiz bestmöglich zu überbrücken. Mit dieser erweiterten Lagerreichweite kann auf temporäre Versorgungslücken im Markt erfolgreich reagiert werden.

Rechtzeitig auf kritische Engpässe reagieren

Die Logistikunternehmen der Galenica Gruppe überprüfen täglich das Lagersortiment im Pharmabereich und können so rechtzeitig auf Engpässe und eine erhöhte Nachfrage reagieren. Kommt es zu kritischen Engpässen oder erhöhter Nachfrage nach bestimmten Produkten, stellen die Logistikunternehmen den Betrieb rasch um. Nicht lebensnotwendige Produkte wie Kosmetika oder Parfümerieartikel werden dann vorübergehend nicht mehr geliefert, sofern dies notwendig ist, um die Lieferung der lebensnotwendigen Produkte sicherzustellen. Zudem wird die Bestellmenge pro Kunde reduziert, um Hamsterkäufe zu verhindern.

Verfügbarkeit von Medikamenten

Aspekt

Einheit

2025

2024

2023

Beschaffungs- und Versorgungssicherheit

 

 

 

 

Service Level: Verfügbarkeit der Arzneimittel im Durchschnitt

%

98.6

99.0

98.8

Die Verfügbarkeit von Medikamenten ist weltweit eine grosse Herausforderung und betrifft selbstverständlich auch den Schweizer Markt. Umso wichtiger ist es, dass diejenigen Medikamente, welche grundsätzlich verfügbar sind oder wieder verfügbar werden, schnellstens zu den Leistungserbringern gebracht werden können. Hier schaffen es die Logistikbetriebe von Galenica, diese Medikamente zu 98.6% innerhalb von 24 Stunden schweizweit verfügbar zu machen und zu halten.

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