Bogenkarriere: Kontinuität statt abrupter Wechsel
Nachhaltig erfolgreich
Galenica fördert neben der klassischen Karriereleiter auch die Bogenkarriere, ganz besonders bei der Nachfolgeplanung. Das Beispiel von Ulrich Witschi und Thibaut Chapron zeigt, wie ein aktiv gestalteter Übergang Generationen verbindet und Teams stärkt.
Der demografische Wandel und der Fachkräftemangel stellen Unternehmen vor neue Herausforderungen: Erfahrene Berufsleute und Führungskräfte wählen Arbeitsumfelder, die ihnen spannende Chancen für Wachstum und Weiterentwicklung bieten. Umso wichtiger ist es, vorausschauend zu planen – gerade für Schlüsselpositionen. Galenica setzt deshalb auf eine Personalentwicklung, die den gesamten Berufsweg im Blick hat: vom Einstieg bis zum Übergang in die Pensionierung. Die Bogenkarriere kann dazu beitragen, Erfahrung zu sichern, Führungswechsel weitsichtig anzugehen und neue Ideen frühzeitig einzubinden.
Verantwortung abgeben: Schritt für Schritt
Wie das konkret aussieht, zeigt die Stabsübergabe in der indirekten Beschaffung bei Galenica. Ulrich Witschi (59) hat den Bereich aufgebaut und über 20 Jahre geleitet. Früh entschied er sich, den Führungswechsel aktiv zu gestalten: «Ich wollte meinem Team und der indirekten Beschaffung frische Impulse ermöglichen», sagt er. Mit Thibaut Chapron (35) fand er gezielt seinen Nachfolger – und setzte auf einen gleitenden Übergang. Schritt für Schritt übertrug er Verantwortung, gab Wissen weiter und liess dem jüngeren Kollegen Raum für eigene Akzente.

So gelingt Wissenstransfer und Führungswechsel
Für Thibaut Chapron eröffnete die Bogenkarriere eine attraktive Perspektive. Die Begleitung durch Ulrich Witschi erleichterte ihm den Schritt in die Führungsrolle. «Ich hatte Zeit, mich einzuarbeiten und Know-how aufzubauen», sagt er. Nach mehreren Jahren erfolgreicher Zusammenarbeit übernahm Thibaut Chapron am 1. Juli 2025 die Leitung der indirekten Beschaffung. Er kann weiterhin auf Ulrich Witschi zählen, der als stellvertretender Leiter und Procurement Manager Teil des Teams bleibt – und zudem Ressourcen hat, seinen Übergang in die Pensionierung zu gestalten.
Das Führungsduo kommunizierte offen und hat das gesamte Team eng in den Generationenwechsel miteingebunden. Workshops und Meetings stärkten das Vertrauen und förderten Dynamik. «Das Team leistet sehr gute Arbeit und ist noch eigenständiger geworden», betont Thibaut Chapron.
Vom Chef zum Berater
Eine gelungene Bogenkarriere verlangt von der Führungskraft die Bereitschaft, die eigene Rolle neu zu denken: Verantwortung abgeben, Entscheide gemeinsam vorbereiten und eine beratende Rolle einnehmen. Das erfordert Mut und Weitsicht – zentrale Werte von Servant Leadership, also einer Führung, die den Dienst am Team in den Mittelpunkt stellt. «Ich habe die Bogenkarriere für mich, meinen Nachfolger und Galenica als Mehrwert erlebt», betont Ulrich Witschi.

Drei Fragen an Arianne Hasler, Chief People & Culture Officer, Mitglied der Geschäftsleitung
Was sagen Sie als Chief People & Culture zur Geschichte von Ulrich und Thibaut?
Sie ist ein eindrückliches Beispiel dafür, wie Servant Leadership bei Galenica gelebt wird. Ulrich Witschi hat aktiv eine Bogenkarriere gestaltet und dabei die Entwicklung von Thibaut Chapron und den Teamerfolg ins Zentrum gestellt.
Was braucht es, damit eine nachhaltige Nachfolgeplanung gelingt?
Wichtig sind eine frühzeitige Planung, offene Kommunikation sowie die Bereitschaft, Know-how zu teilen und Verantwortung abzugeben. So entsteht Vertrauen im Team und bei internen wie externen Stakeholdern. Zudem muss die Chemie zwischen den beiden Führungskräften stimmen. Das Beispiel von Ulrich Witschi und Thibaut Chapron zeigt das Potenzial: Erfahrung und neue Ansätze verbinden – davon profitieren Mitarbeitende, Kunden und Galenica.
Führungskräfte, die ins zweite Glied zurücktreten, sind meistens über 55 Jahre alt. Welchen Stellenwert haben Mitarbeitende dieser Generation bei Galenica?
Galenica hat 2025 fast 100 Mitarbeitende über 55 Jahre eingestellt, in Apotheken ebenso wie in zentralen Funktionen. Wir sind der Meinung, dass Generationenvielfalt Teams stärken kann. Auch eine Weiterbeschäftigung über das Pensionierungsalter hinaus bietet oft für beide Seiten Chancen. Erfahrung und Stabilität sind Qualitäten, auf die wir nicht verzichten möchten.